Über Marlach

Die Ortschaft Marlach

459 Einwohner mit Altdorf und Sershof (Stand 30.04.2017)

Ca. 1108 erste Erwähnung.

 

Aus der Oberamtsbeschreibung Kapitel B 30 von 1883:

Marlach liegt an der Einmündung des Sindelbachs in die Jagst. Um das Jahr 1108 wird Marlach unter

den fuldaischen Schenkungen im Jagstgau als „Marloch“ und „Marlohe“ erstmals urkundlich erwähnt.

Der Name bedeutet „Wald am Sumpf “. Auch als Marlohen oder Alt-Marlach kommt der Ort vor. Im

Jahre 1108 waren die Herren von Scheinberg-Bocksberg und dann die Herren von Krautheim-Bocksberg ansässig. Die späteren Herren von Marlach waren mit den Herren von Berlichingen verzweigt. Am 1. September 1646 wird das Dorf von den Schweden unter Königsmark bis auf 5 kleine Häuschen eingeäschert. Das Pfarrhaus und die Kirche mit allen alten Urkunden gehen zu Grunde.

 

Ortsprägend ist heute der Sindelbach der durch den Ort fließt mit Brücken und Allee.

 

Altdorf, das alte Dorf gegenüber jener der Jagst näher gelegenen Niederlassung Marlach, war Eigentum der Herren von Krautheim, dann der Grafen von Eberstein und kam mit Marlach an das Bistum Mainz. Besitzberechtigt waren auch die Herren von Neidenau.

Sershof, früher Sersloch, ist ein hoch auf dem Berg südlich über Marlach gelegener Hof mit schöner Fernsicht. Viele Änderungen der Besitzer finden sich in Urkunden zwischen 1406 und1663.

 

Historische Bauwerke

➢➢ 1364 erste Nennung einer Mühle (siehe Kapitel Schätze aus der Vergangenheit)

➢➢ 14. Jh. Heiligkreuzkapelle Altdorf, 1989 Innen- und Außenrenovierung (siehe Kapitel Kirchen)

➢➢ 1755-58 heutige Pfarrkirche St. Georg, an Stelle einer neuerrichteten Kirche erbaut 1648 bis 1658, nach der Zerstörung durch die Schweden

 

Wissenswertes aus neuerer Zeit

➢➢ 1842 Kelter, renoviert 2002

➢➢ 1827 Schul- und Rathausbau

➢➢ 1898 Forsthaus

➢➢ 1950 Wasserturm Sershof

➢➢ 1901 Bahneröffnung, Schließung des Bahnhofs 1966.

Anschließend noch Personen- und Güterverkehr. Später Betrieb als Museumsbahn

1988 Letztes Jahr der Museumsbahn

➢➢ 1909 Kinderschulbau, bis 1965 Krankenpflegestation

➢➢ 1912 Lagerhaus, heute BaGeno

➢➢ 1936 neue Schule

➢➢ Seit 1949 Georgsritt, alle zwei Jahre (siehe Kapitel Kirchen)

➢➢ 1952 Sindelbach-Lichtspiele (Kino)

➢➢ 1975 neue Jagstbrücke, alte Brücke am Ende des 2. Weltkrieges gesprengt

➢➢ 1985 Turn- und Faethalle Marlach,

➢➢ 1993 Kindergarten (kommunal) im Schulgebäude, Grundschule wird nach Sindeldorf verlegt

➢➢ 1993 Aussegnungshalle Friedhof Marlach

➢➢ 1991 Feuerwehrgerätehaus (Umbau des „Milchhäusle‘s“)

➢➢ 1963 Sportplatz

➢➢1995 Grillplatz mit Grillhütte

➢➢ 2012 Spielplatz im Rote Weide Weg

➢➢ 2017 Dach- und Außensanierung der Turn- und Festhalle Marlach

➢➢ Orchideenvielfalt am Kapellenberg

➢➢ Faschingsruf: Morli Helau

 

Vereine / Institutionen:

➢➢ 1948 SV Sindelbachtal aktuell mit den Abteilungen

– Fußball

– Turnen/Jazztanz

– Kickboxen

➢➢ Gardetanzgruppe Marlach

➢➢ 1847 Musikverein, 1963 gemischter Chor

➢➢ 1878 Blaskapelle Marlach

➢➢ Freiwillige Feuerwehr, Abteilung Marlach

➢➢ 1996/97 Fischereiverein Marlach/Winzenhofen

➢➢ Dorfgemeinschaft Marlach

➢➢ Schorren, Muschelkalkfelsen

➢➢ Kirchengemeinde: Seelsorgeeinheit Schöntal

Die Pfarrei wird bereits 1341 erwähnt

 

Slogan von Marlach:

Ein Ort-

zwei Täler-

neun Brücken.